Graubuenden - Les Grisons :
Schloss Grünenfels - Château Grünenfels

Grunenfels

Adrian Michael

Auf einem Felshügel jenseits des Tobels zu Waltensburg befinden sich die Überreste der Burg Grünenfels. Der ganze Schlosskörper bestand aus einem fünf, eckigen Gebäude, von dem nur mehr einzelne Mauerstücke vorhanden sind.

 


Grünenfels war die Stammburg der Freiherren gleichen Namens, die im 13. Jahrshundert im Oberlande eine bedeutende Rolle spielten. Die Gebrüder Heinrich und Albert nahmen an den Gewalttaten anderer Adeliger gegen das Kloster Disentis teil, sodass Papst Nikolaus III gegen sie 1278 einschreiten musste. Albert erscheint noch in einer Urkunde vom Jahre 1303 als Zeuge. Mit seiner Tochter Margareta, welche mit Heinrich von Montalt vermählt war, erlosch das Geschlecht. Durch sie kam die Burg Grünenfels an die Freiherren von Montalt. Diese versetzten sie 1357 dem Freiherrn Ulr. Walter von Belmont, welcher sie ihnen im kommenden Jahre zu Leibgeding verlieh. Elsbet von Haldenstein geb. von Montalt verkaufte die Burg 1378 den Freiherrn von Räzüns, die sie ihrer Herrschaft Georgenberg einverleibten. Seitdem tritt Grünenfels nicht mehr speziell hervor. Mit der Herrschaft Jörgenberg kam es 1458 durch Erbschaft an die Grafen von Zollern und dann durch Kauf 1472 an das Kloster Disentis. Die Gemeinde Waltensburg kaufte sich im Jahre 1734 vom Kloster los, wodurch Grünenfels in Gemeindebesitz überging.

Grunenfels

Adrian Michael

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