Schloss Vullierens (en français)

Weitere luftaufnahmen von Vullierens


Vullierens Vullierens

Vullierens - gebaut zwischen 1706 und 1712 von Gabriel-Henri de Mestral - ist ein Hauptwerk seiner Art - strenger Klassizismus der Formen mit diesen typischen griechisch-römischen Giebeln, vernünftige Errichtung der Abhängigkeiten, Weinberge, die vollkommen wertvoll angerichtet sind, Gärten und Obstgärten, die mit grosser Sorgfalt unterhalten wurden.

Eine sehr harmonische Gesamtheit

Die Südfassade, im Angesicht der Reben, wie es sich gehört, besteht aus einem zentralen Körper mit einer Etage, mit Giebel und einem unermesslichen Dach mit Volutenluken, das von zwei niedrigeren Flügeln flankiert wird. Die Proportionen sind harmonisch. Im Osten stehen zwei Türme des alten castel mit merkwürdigen knolligen Dächern.

Eines von ihnen ist mit einer Gewichteuhr, die gegen 1740 in Chenaux bei Gollion erstellt wurde, geschmückt. Sein Uhrwerk ist noch immer in hervorragendem Stand, obwohl sie unerschütterlich 4 h 55 angibt.

Im letzten Jahrhundert gab es noch einen dritten Turm des alten Schlosses. Aber er wurde vom Eigentümer dieser Zeit abgerissen: er hinderte ihn daran, den Mont Blanc von seinem Fenster zu sehen. Eine lange Terrasse mit Bassin steht über den Reben mit einem halbrunden Vorsprung, den man schon aus der Ferne bemerkt. Es handelt sich, man hat es sicher schon geraten, von einem Teil der alten mittelalterlichen Befestigungen.

Der Ehrenhof öffnet sich zu einem bemerkenswerten geschmiedeten Eisentor, das mit den Wappen der Mestral geschmückt wurde, genauso wie der Giebel der Nordfassade. Von der anderen isolierten Seite der Strasse, steht noch das alte Tor, das früher den Eingang zum Schloss darstellte. Vor diesem, an der Ostseite, befinden sich die Überreste einer Reitallee, die direkt zum „vetterlichen“ Schloss von Saint-Saphorin-sur Morges führte. Sie wurde von Kastanienbäumen und von Walnussbäumen gesäumt, das Holz dieser Letzten wurde für die Herstellung der Gewehrkolben benutzt.

Man berichtet, über dass die Mestral in einem bestimmten Zeitalter so mächtig waren – ihnen gehörten die Herrschaften von Vullierens, Pampigny, Coinsins, Etoy, Monnaz, Vufflens-la-Ville und Saint-Saphorin - dass sie von den Ufern des Genfersees bis zum Fuss des Jura gehen konnten, ohne ihre Territorien zu verlassen.

Im Norden des Gebäudes liegt ein Teich, der durch einen entzückenden Taubenschlag begrenzt ist. Dort tollen sich die wilden Enten herum. Es handelt sich um die Überreste alter Wassergräben.

Ganz in der Nähe, das sehr schöne Haus Dimes, steht auf dem Weg zur Kirche, die auf Kosten von Gabriel-Henri de Mestral in 1733 an dem Ort der alten gebaut wurde, die in Ruine fiel.



Die imposante Festung im 14. Jahrhundert

In 1216 erschien die edle Familie von Vullierens, abhängig von den Herren von Cossonay. In 1308, erhielt Pierre von Duin, Herr von Vufflens, von der Dame von Cossonay die Genehmigung, in Vullierens ein befestigtes Haus aufzustellen.

Einigermassen inspiriert vom Schloss Vufflens, besass die eindrucksvolle feudale Festung zwei Ringmauern, von denen die eine kreneliert und dominiert von einem gewaltigen viereckigen Maschikuli Turm war. Die Gesamtheit, durch zahlreiche spitze Dachpavillons verziert, wurde glücklicherweise unsterblich vor ihrer Zerstörung für die Erbauung des neuen Schlosses gegen 1700, denn Gabriel-Henri de Mestral - der Waffenbruder von Major Davel - liess davon ein grosses Bild malen.

Obwohl die Herrschaft von Vullierens bis zu unseren Tage in derselben Familie blieb, gelangte sich nach und nach an die Familie der Colombier (1421), an die Allinges (1535) und an Henri de Mestral in 1665. Man beachte, dass ein langes Verfahren notwendig war, damit ein souveräner Erlass von Vullierens an Henri de Mestral geschah, da sein Onkel beschlossen hatte, es einem anderen Neffen zuzuteilen, Bernard de Budé.

Am Ende des 19. Jahrhunderts gab Georgina de Mestral, Erbin des Schlosses und des Gebiets, es ihrem Ehemann, Samuel Bovet. Sein Sohn Bernard erbte es im Jahre 1951. Er ist heute noch der Eigentümer.

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Bibliographie

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