Schloss Crans (en français)

Crans
Crans

Autres vues aériennes de Crans


Crans ist eines der elegantesten Schlösser der Waadtländischen Küste. Im Innern wie auch äusserlich zeigt es stolz die architektonische Feinheiten des 18. Jahrhunderts.

Schloss Quisard

Schauen wir uns zuerst nur einmal den Standort an: ein Hügel, der von Weinbergen umgeben ist und eine Ebene, von der man weit über Léman und Savoyen blicken kann. Ein Aussichtspunkt, der für die Überwachung und den Schutz eines Dorfes und seiner Leute wie geschaffen ist. Hier also wurde ein befestigtes Haus errichtet. Es wurde in der Nähe des derzeitigen Schlosses von der Familie Quisard errichtet, die die Herrschaft und Ländereien von Crans und Arnex ab 1542 von Ihren Exzellenzen von Bern erworben hatten.



Dann betraten die Saladin die Bühne. In 1763 kaufte Antoine Saladin, 38 Jahre alt, für 45.000 Ecu von Genf die Herrschaft und die Ländereien von Wilhelm Quisard, dessen Familie einige Jahre später ausstarb.

Antoine Saladin kam von Paris zurück, wo er Bankier war. Er zeichnete sich dort insbesondere als Verwalter der Gesellschaft der Eise von Saint-Gobain aus. Das Quisard-Schloss wurde trotzdem zugrunde gerichtet... Saladin liess sich dort provisorisch nieder - bevor er es abreissen liess. Er überwachte die Konstruktion des Schlosses ganz in der Nähe, von dem er in diesem idyllischen Ort träumte.


Er liess einen französischen Architekten, Herr Jaillet, ankommen, der sein Projekt seinen Kollegen Soufflot und Gabriel zeigte. Léonard Racle, ein persönlicher Freund von Voltaire, wurde ebenfalls befragt. Aber schliesslich wurde die Arbeit einem Genfer Architekten anvertraut, Jean-Louis Bovet, der die Konstruktion (1764-1768) leitete. Als Bovet starb, vollendete Jean-Jacques Vaucher-Fatton das Werk, und übernahm selbst die Ausführung der Innendekoration.

Viele berühmte Handwerker arbeiteten in Crans: das Haus Moosbrugger, von Freiburg, kamen eine anspruchsvolle Linie von österreichischen Handwerkern, die die Stucks im Musiksalons vollbrachten und der Genfer Eisenschmied, Staïb, der die geschmiedeten Eisen der Rampen, der Balkone und des grossen Eingangstors ausführte.

Un chef-d'oeuvre

Trotz der bedeutenden Anzahl von Architekten, die Hand anlegten, um dieses bemerkenswerte Gebäude zu errichten, bewundert man noch die erstaunliche Einheit des Stil der Gesamtheit. Der Plan des Schlosses kann sogar mit den besten französischen Plänen zu dieser Zeit wetteifern. Die Ovale oder abgerundeten Winkeln verbreitet überall die Grazie ihrer Kurven...

Das Innere steht dem Äusseren in nichts nach. Die Verteilung der Zimmer inspiriert noch heute die Architekten. Das Vorzimmer ist ein vollkommener Oval, während der grosse Salon nebendran, vier abgerundeten Ecken hat.

Die Jahre vergingen und der Chef des Werkes fiel eines Tages der Familie Van Berchem zu, ein Mitglied derselben - Arthur – der Ariane Saladin heiratete. Der zweite Name des Schlosses. Und hier der Dritte: Gisèle de Marignac, Ur-ur-Enkelin von Ariane Saladin, die sechste Eigentümerin des Schlosses, die Denis de Marignac heiratete, der aus einer Familie de Uzès stammte, die sich in Genf zu Beginn des 18. Jahrhunderts niederliess.

 

Respektvolle Restaurierung

Obwohl es berühmt wurde, konnte dies das Nagen der Zeit nicht aufhalten. Nicht unwiderruflich vom Rest: von Ostern 1987 bis Juli 1988 profitiere es von gekonnten Restaurierungsarbeiten. Die Fassaden wurden aufgefrischt - die Molasse ist so zerbrechlich! - die Fensterläden neu gestrichen und die Fensterrahmen erneuert. Im Innern wurden die Malereien auf falschem Holz, schätzungsweise aus dem Anfang unseres Jahrhunderts, von klaren Farben überdeckt, die den ursprünglichen Stil besser entsprechen.

In diesem erneuerten Schloss – mit Hinsicht auf die Geschmäcke der Zeit ihrer Konstruktion - bewundert man insbesondere den Musiksalon mit seinen köstlichen Dekor, die "Kammer des Pfarrers" mit seinem Baldachinbett und seinen romantischen Stoffen, die grossartige Bibliothek und der strenge Justizsaal, mit seinen Bildern mit Szenen des Königs David und eine Eisentür, die zu einem kleinen Archivraum führt.

Eine erfreuliche Tatsache, um dieses Kapitel zu beenden: in 1802 war der Aufstand der Bourla-Papeys in vollem Gange. Diese, Fackeln in der Hand, durchzogen das Waadtland, und entfachten Feuer an alles, was brennen konnte. Die Archive der Gemeinde von Crans wurden geplündert und angezündet. Aber nicht diejenigen des Schlosses: ein Intendant hatte die hervorragende Idee gehabt, sie rechtzeitig nach Genf mit dem Schiff evakuieren zu lassen!

 

Als Familiensitz gebaut, so blieb es Familiensitz. Das schliess natürlich bestimmte kulturelle Aktivitäten nicht aus. Somit werden im Musiksalon Konzerte regelmässig organisiert, mit dem Eintreffen von Musikern und Orchestern mit grossen Ruf.

Einige alte Ansichten:

Crans in 1907

Bibliographie

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©Les châteaux suisses. Die Schweizer Schlösser. The Swiss Castles