Schloss Combremont le Grand (en français)







Weitere Luftaufnahmen von Combremont le Grand



Die Familie Mestral, die von Rue kam, im Kanton von Freiburg, spielte eine beträchtliche Rolle in der Region. Eines ihrer Mitglieder, Peter, war Vogt von Payerne, von 1517 bis 1536. Sein Bruder Girard, erhielt als Bannerträger der Berner bei der Eroberung des Waadtlandes, ein Kontingent in Payerne. Diese Tatsache, die wie ein Verrat erscheint, erklärt sich durch eine alte Allianz und enge und freundliche Beziehungen zwischen den Städten Payerne und Bern.

Die Herrschaft von Combremont-le-Petit blieb bei der Familie Mestral bis 1630, als ihr diese von Ihren Exzellenzen von Bern weggenommen wurde, infolge eines unglücklichen Prozesses der Hexerei, für die die Familie verantwortlich gemacht wurde.

Was die Herrschaft von Combremont-le-Grand betraf, so gehörte sie weiterhin der Familie de Mestral unter der Suzeränität von Bern, wenigstens zum Teil, denn ein ziemlich grosser Teil gehörte zu Cheneaux de Estavayer. Zwei Häuser des Dorfes tragen skulptierte Wappen, die Varianten der Wappen der Familie Cheneaux zu sein scheinen.

In 1760 fiel die Herrschaft "in Spinnrocken", das heisst, dass sie sich ohne männlichen Erben befand.

Der Vergleich zwischen dem Schloss von 1740 und dem derzeitigen Schloss ist sehr interessant. Das alte Kastel hatte noch ein feudales Aussehen im 18. Jahrhundert mit einem gewaltigen Wachtturm, einer verputzten Mauer, die durch ein Ecktürmchen oder Türmchen in Überhang abgeschlossen wurde. All das verschwand, die Dächer wurden herabgesetzt. Aber was sich nicht geändert hat, ist der Turm des ersten Stockwerks, der noch seine Schiessscharten unter dem Vordach, seine gotische Eingangstür mit den skulptierten Wappen der Mestral de Rue und der Familie de Erlach besitzt.

Diese Eingangstüre mit Spitzbogen wurde wahrscheinlich von Mestrals umgestaltet, als diese Familie nach dem Kauf des Schlosses ihre Wappen mit dem Datum 1537 einsetzten.

Durch diese Türe durchquert man einen langen Korridor, und man befindet sich plötzlich in einem bewundernswerten inneren Hof, umgeben von Arkaden in aus der gotischen Epoche und Arkaden aus einem neueren Zeitalter.

Darüber eine heute geschlossene Holzgalerie. Die Appartements enthalten alte Kamine, die aus diesem Schloss einen komfortablen Wohnsitz machten.


Bibliographie

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©Les châteaux suisses. Die Schweizer Schlösser. The Swiss Castles