Graubuenden - Les Grisons :
Schloss Pontaningen - Château Pontaningen

Pontaningen

Adrian Michael

Die wenigen Ueberreste der Burg Pultingen (romanisch: Pultengia) stehen im Tavetsch südlich des Hofes Rueras auf einem Hügel zwischen der Oberalpstrasse und dem Vorderrhein. Um 1830 soll der Turm noch gut erhalten gewesen sein. Im Volksmunde wird die Ruine lediglich Schloss-Castle genannt. Geschichtliches ist über die Burg nicht viel anderes bekannt, als dass sie im Besitze des Klosters Disentis war. Das Rittergeschlecht der Pultingen, deren Stammschloss die nunmehrige Ruine war, gehörten zum Disentiser Ministerialadel. Ritter Wilhelm leistete dem Kloster grosse Dienste, sodass er 1261 mit der Burg Castlium ob Somvix belehnt wurde. Ulrich von Pultingen war 1363 Talammann in Urseren. Er besass die Burg Pontingen, welche mit einer Ringmauer versehen war, verkaufte sie aber an Junker Hans von Bultingen, welcher die Burg als Unterpfand für seine Jahrzeitstiftung bestimmte. Der wichtigste Vertreter des Geschlechtes ist Abt Peter von Disentis. Dieser weitblickende Prälät war der Gründer des Obern oder Grauen Bundes, der 1424 unter dem Ahorn zu Truns beschworen wurde. Die Familie verzweigte sich im Bündner Oberland und spielte bis ins ausgehende 15. Jahrhundert eine angesehene Rolle.


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Adrian Michael

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